Michel Portal_Bojan Z duo + Emile Parisien Sfumato 5tet St Wendel 27 mai 2018

Saint Wendel 27/05/2018 Soirée française

Michel Portal und Bojan Z duo – Emile Parisien Sfumato 5tet

18.30 Uhr: Michel Portal – Bojan Z (Frankreich)

Es könnte eine Sternstunde werden: Michel Portal, Grandseigneur und lebende Legende, sowohl in der klassischen, als auch in der zeitgenössischen Musik, mehr aber noch im Jazz! Inzwischen 82 Jahre alt. Er spielt Stücke von Luciano Berio und Pierre Boulez, begleitete Edith Piaf und ist heute eine Koryphäe des Jazz, ein Allroundmusiker, der auf vielen stilistischen Hochzeiten tanzt. Sein Partner Bojan Z alias Bojan Zulfikarpašic, der aus Belgrad stammende, 50-jährige Pianist, ist in seiner Wahlheimat Frankreich ein Starpianist. Er verfügt über ungeheure Energie, kann aber auch äußerst zärtlich sein.

Die beiden sind seit Jahren ein eingespieltes Duo. Sie schöpfen aus verschiedensten Ressourcen, nie anbiedernd, stets souverän und authentisch. Ethno-Elemente und Folklore aller Weltteile verweben sich mit der Tradition des Jazz in einer unangestrengten Spielfreude, fernab jeder krampfhaften Bemühung um Originalität: vielmehr schlichtweg und freiweg aufgespielt.
Michel Portal – Klarinette, Bass-Klarinette, Sopransaxophon
Bojan Zulfikarpasic – Piano, Fender Rhodes

20.00 Uhr: Emile Parisien « Sfumato » feat. Joachim Kühn (Frankreich)

Wahnsinn, in welch kurzer Zeit sich Émile Parisien zu einem der einflussreichsten Musiker Frankreichs mauserte. „Sfumato“ heißt das aktuelle Album des 35-Jährigen, der als Sopransaxofonist in seiner Generation weltweit keine Konkurrenz zu fürchten braucht. Das Werk wird seinen Donnerhall-Ruf noch weiter festigen – es wurde von einem neuen Quintett eingespielt, dem Pianist Joachim Kühn sowie Gitarrist Manu Codjia angehören. In den umwerfend intensiv vorgetragenen Kompositionen wechselt Parisien nach Belieben die Gangarten. Wähnt man sich eben noch mit einem Walzer in einem Pariser Bohème-Viertel, holt einen ein harter Swinger zurück aus der Sentimentalität.

Liebe auf den ersten Blick: Wie ein Schlangenbeschwörer schwenkt Emile Parisien bei Auftritten sein Sopransaxophon voller Leidenschaft, die wie ein Funken auf seine Mitspieler überspringt. Vielschichtig, innovativ, experimentierfreudig und doch fest auf dem Boden des Jazz verankert: Allein aufgrund seiner Jugend hat Emile Parisien die Augen fest nach vorne gerichtet. Trotz Auszeichnungen wie des Django Reinhard Preises und des Victoire du Jazz in Frankreich sowie des Jazz Echo in Deutschland hebt er nicht ab und sucht die Symbiose mit der Erfahrung, wie dem fast vier Jahrzehnte älteren Pianisten Joachim Kühn. « Es gibt kein Alter, keine Generationen mehr, wenn man Musik spielt. »

Der Verein „Saarkult“ aus Homburg kredenzt wie in den letzten Jahren ein großes Büffet mit orientalischen Speisen und Getränken.

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